Start BID

BID

BID ist eine Abkürzung und steht für "Business Improvement Disctrict".

Gemeint ist damit ein Zusammenschluss von Hauseigentümern, die auf Basis des so genannten "INGE" Gesetzes sich einer Zwangsabgabe unterwerfen.

Die Idee kommt Vordergründig aus Nordamerika. Einzelne BID`s sind aktuell in Hamburg, Gießen, u.ä. zu finden.

Im Vordergrund geht es darum in einer Gemeinschaft Mittel bereit zu stellen, um gezielte Fördermaßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und des Bekanntheitsgrades eines Quartiers, in dem Fall der Taunusstraße, zu finanzieren. Der Vorteil ist, dass durch die Einführung eines BID in dem vorher festgelegten Quartiersbereich keine Trittbrettfahrer von den Investitonen der anderen profitieren, sondern ALLE sich beteiligen müssen.

Zudem werden die vorher festgelegten Beiträge der Hauseigentümer wie eine Art Gebühr von der Stadt treuhänderisch eingezogen und dem BID zur Verfügung gestellt, insofern hat man auch ein überschaubares Risiko was die Zahlungsmoral betrifft.

Zur Installierung eines BID müssen im Vorfeld eine Vielzahl von Dingen beachtet, kommuniziert und festgelegt werden.

Im Groben sind folgende Hauptpunkte hervor zu heben, die zur Installation eines BID geklärt werden müssen:

- Höhe der jährlichen Gebühr (die einzelne, hausbezogene Gebühr richtet sich dann im Umlageverfahren anteilig nach dem aktuellen Einheitswert)

- Laufzeit des BID (zB. 3, 4 oder 5 Jahre)

- Quartiersbereich (Einzugsbereich) des BID

- Planung welche Maßnahmen ganz konkret mit den zu erwartenden Mitteln umgesetzt werden sollen

- Und natürlich die (schriftliche) Zustimmung der Hauseigentümer bzw. eine möglichst geringe Anzahl von Gegnern

 

In unserem Fall, der Taunusstraße, hat der Verein beschlossen erst mal alle Aktivitäten diesbezüglich einzustellen, da es zu viele Eigentümer gab die sich aus rechtlichen Gründen gegen die Installation eines BID ausgesprochen haben. Einerseits hat dies mit rein formellen oder einzelnen juristischen Bewertungen bezüglich der Gesetzesgrundlage zu tun, zum anderen das nach wie vor viele Hauseigentümer Ihr Mieter nicht als Kunden betrachten und dementsprechend auch Ihre Immobilie lieber "so lassen" als ggf. Vorausschauender zu lenken. Zudem liegt es vielleicht auch daran, dass trotz einzelner Probleme im Grunde genommen es den Hauseigentümern beim Vermietungsgeschäft auch ohne einen BID noch relativ gut geht und nicht die Notwendigkeit sehen bzw. einen BID als zusätzliche Belastung / Kosten zu betrachten.

Es ist zu vermuten, dass wir aus den vorgenannten Gründen auch bei einer freiwilligen Variante nicht wirklich weiter gekommen sind. Zudem hätte eine freiwillige Variante wieder das Problem, dass sich einzelne Hauseigentümer ggf. engagieren würden und andere, die sich nicht beteiligen, auch davon profitieren.

Ein Auswahl an Presseartikeln zum Thema BID finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

BID

Aktualisiert (Dienstag, den 14. Mai 2013 um 21:43 Uhr)